Alle Artikel in: Travel

Château de Morges.

Morges – die koketteste Stadt der Schweiz

Die Schweiz hat so viele idyllische Plätze zu bieten und obwohl wir schon viele davon kennen, kommen immer wieder neue Entdeckungen dazu. In der französischen Schweiz haben wir die hübsche Stadt Morges besucht. Morges hat 16.000 Einwohner und liegt im Kanton Waadt am schönen Genfersee. Was man sich kaum vorstellen kann: In der charmanten Stadt leben Menschen aus 100 Nationen. Dies liegt zum einen an der Nähe zu den internationalen Städten Genf (ca. 30 Minuten mit dem Zug) und Lausanne (ca. 10 Minuten mit dem Zug), aber auch daran, dass Morges selbst ein attraktiver Standort ist, die Firma Logitech wurde beispielsweise hier gegründet. Lunch im Club Nautique Unsere erste Bekanntschaft mit Morges machen wir im maritimen Club Nautique. Das Restaurant liegt direkt am Genfersee und ist eine gute Adresse, um Morges gleich von seiner besten Seite kennenzulernen. Wir bekommen einen Tisch auf der hübschen Terrasse direkt am Seeufer. Bei klarem Wetter hat man von hier sogar Sicht auf den Mont Blanc. Es weht ein laues Lüftchen und die Sonne scheint, genau die richtigen Bedingungen für einen …

Au revoir, Lac Léman.

Frühlingstage in Lausanne

Wer noch nicht weiß, wo er seine bevorstehenden Urlaubstage im Sommer verbringen möchte, der möge nun aufmerksam lesen, denn wir haben in der französischen Schweiz ein wunderschönes Städtchen entdeckt: Lausanne. Aber auch alle anderen Leser sind natürlich herzlich eingeladen uns auf einer kleinen Tour durch Lausanne zu begleiten. Städtchen, das ist eigentlich nicht ganz richtig. Lausanne ist die zweitgrößte Stadt am Genfersee und mit ca. 144.000 Einwohnern eine lebendige Geschäfts- und Universitätsstadt. Doch hält man sich dort auf, so fühlt man sich eher wie in einem Urlaubsort, denn die Lage von Lausanne ist malerisch: Die Stadt ist auf drei Hügeln gebaut, umgeben von Weinbergen und der Genfersee liegt ihr zu Füßen. Wir haben ein Wochenende im Juni in Lausanne verbracht und probiert, so viel wie möglich kennen zu lernen, um ganz viel an unsere Leser weiterzugeben. Gar nicht so einfach, denn Lausanne hat eine Menge zu bieten, da ist ein Wochenende fast zu kurz. Aber das Schöne daran ist, man kann immer wieder kommen und bei jedem Besuch Neues entdecken. Das Beau-Rivage Palace Das Glück ist …

Zürich au Lac im Winter

Zürich. Seit mich mein Weg vor einigen Jahren zum ersten Mal in die Schweizer Bankenmetropole führte, war ich verzaubert. Internationaler Flair in idyllischem Ambiente. Der See mitten in der Stadt, die berühmte Bahnhofstrasse und die wunderschöne historische Altstadt, um nur ein paar Highlights zu nennen, hatten es mir angetan. Ich bin danach viele Male wiedergekommen. Dieses Mal im Dezember, um das winterlich-vorweihnachtliche Zürich zu genießen. Anreise im Eden au Lac Zusammen mit meiner Kollegin Stephanie reisen wir am frühen Nachmittag im Hotel Eden au Lac an, in dem wir während unseres Zürich-Besuchs logieren werden. Das traditionsreiche Eden au Lac ist ein 5-Sterne Luxushotel und liegt direkt am schönen Zürichsee. Es wurde im Jahre 1909 im Stil des Neubarock erbaut und hat seitdem Geschäftsleute, Stars und Urlaubsgäste aus aller Welt empfangen. Das sehr privat geführte Hotel mit 50 Zimmern und Suiten verbindet auf angenehme Weise alte Traditionen mit frischen Ideen. Eine davon hat uns besonders begeistert, aber darüber verraten wir später mehr.   Was uns sofort auffällt: Im Eden au Lac fühlt man sich gleich wie …

Bremerhaven_by_night.

Zu Besuch im hohen Norden: Moin Bremerhaven

Gegründet 1827 als Hafen der Hansestadt Bremen zählt Bremerhaven heute ca. 114.000 Einwohner und wird als einzige deutsche Großstadt an der Nordsee bezeichnet. Bremerhaven ist eine der größten europäischen Hafenstädte und hat viel zu bieten. Wir waren für ein Wochenende dort und haben die Stadt kennen und lieben gelernt. Unterwegs mit den Seenotrettern In Bremerhaven angekommen blieben wir nicht lange an Land. Die einmalige Gelegenheit eine Kontrollfahrt auf dem Seenotkreuzer zu begleiten wollte genutzt werden. An Bord der Hermann Rudolf Meyer werden wir herzlich von der Crew empfangen. 4 Seemänner übernehmen zwei Wochen lang den Kreuzer – die Dauer einer Schicht. Im Cockpit erzählt uns der Steuermann vom Leben an Bord: Die Crew lebt auf engem Raum, das kann auch mal zu Stress führen, aber zu tun ist immer irgendetwas. Wenn man zwei Wochen ununterbrochen auf engstem Raum zusammenarbeitet und lebt ist das eine Herausforderung. Jeder hat seine Eigenarten und man muss sich arrangieren. Das klappt bei unseren Seenotrettern gut. Ein geregelter Tagesablauf ist wichtig und auch wenn keine Einsätze anstehen gibt es an Bord …

Hummer.

Ein Besuch in Zeeland: Muscheln und Meer

Der September in diesem Jahr meint es wirklich gut. Er beschert uns viele Sonnenstunden und laue Temperaturen. Wir nutzen die letzten sonnigen Tage in diesem Jahr, um für ein Wochenende ans Meer nach Holland zu reisen. Es soll nach Zeeland gehen. Zeeland ist eine Provinz in den südwestlichen Niederlanden. Die Provinz besteht aus einer Reihe von Inseln, Halbinseln und einem Stück Festland an der Grenze zu Belgien. Da im September die Muschelsaison beginnt und in Zeeland die Muschelverarbeitung ein wichtiger Wirtschaftszweig ist starten wir unser Wochenende mit dem Thema Muscheln. Als erstes geht es für uns an Bord eines Muschelkutters. Wir fahren zu den Muschelbänken, um zu sehen, wie die Muscheln aus dem Meer kommen. An den Muschelbänken werden große Netze ins Meer gelassen und nach kurzer Zeit vollbeladen wieder herausgezogen. Bei gutem Wetter macht eine Fahrt über’s Meer großen Spaß. Die Sonne scheint einem ins Gesicht und der Wind weht einem um die Nase. Eine gute Gelegenheit, um ein paar schöne Erinnerungsfotos zu machen. Zu Besuch bei Delta Mossel in Yerseke Nach der Ernte …

Dolce vita auf Capri

„Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…“ Diese Zeilen gehen einem unweigerlich durch den Kopf, wenn man über die italienische Felseninsel Capri spricht. Auf nach Capri Mit der passenden Musik im Ohr machen wir uns nun gemeinsam auf die Reise zu dieser atemberaubenden Insel und werden sehen, dass Capri kein Ziel für einen Tagesausflug ist, sondern so viel mehr zu bieten hat, als man an einem Tag schaffen kann. Capri sollte viel mehr als „Homebase“ für einen Urlaub an der Amalfiküste gewählt werden, denn von Capri aus kann man all die kleinen charmanten Orte wie Sorrento, Positano, Ravello und Amalfi per Boot schnell erreichen. Wir machen uns mit der Fähre von Positano auf den Weg nach Capri. Die Überfahrt dauert eine knappe Stunde und es tut richtig gut sich vom Fahrtwind durchpusten zu lassen. Capri Capri ist der pulsierende Teil der Insel. Hier treffen sich Nachtschwärmer, um ein Eis in frisch gebackener Waffel zu genießen oder die angesagten Clubs der Insel aufzusuchen. Es ist einmalig die vielen schönen Menschen auf der Piazzetta zu …

Positano – Living the Italian Dream

„It gets worse before it gets better.“ Endlich haben wir Neapel hinter uns gelassen und befinden uns auf der Küstenstraße nach Positano, rechts das glitzernde Meer, links die steilen Felsklippen, wir spüren, dass der beste Teil unserer Reise entlang der italienischen Amalfiküste genau jetzt beginnt. Positano Positano ist einer der bekanntesten und wohl auch schönsten Orte an der Amalfiküste südlich von Neapel. Die vielen bunten Häuschen, die stufenartig in den Berg gebaut sind, bilden die einzigartige Positano-Kulisse. Einst ein armes Fischerdorf wurde Positano Mitte der 1950er Jahre „entdeckt“ und erlangte eine enorme Bekanntheit. Heute ist Positano nicht nur weit über die italienischen, sondern auch über die europäischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Viele Amerikaner urlauben in Positano und erleben hier ein romantisch angehauchtes Kontrastprogramm zu ihrer Heimat. Die ca. 4.000 Menschen, die in dem kleinen Ort leben, findet man in New York in einem einzigen Skyscraper. In Positano sollte man gut zu Fuß sein und keine Angst vor Treppenstufen haben. Die hübschen Häuschen sind oft nur durch kleine Stufen-Gassen zu erreichen. Hoch, runter, hoch, runter. Da kann …

Glacier Express: A Train to fall in Love with…

St. Moritz. Die Temperaturen an diesem Aprilmorgen sind recht frisch, aber die Frühlingssonne kämpft sich wacker zwischen den Wolken durch und kündigt einen sonnigen Tag an. Die Reise beginnt Am Bahnhof St. Moritz steht auf Gleis 1 – welches Gleis könnte ihm auch sonst gerecht werden – für uns einer der bekanntesten Züge der Welt bereit: Der Glacier Express. Der langsamste Schnellzug der Welt wird uns durch atemberaubende Schweizer Bergkulissen von St. Moritz nach Zermatt bringen. Unser Gepäck wird uns bereits am Bahnsteig abgenommen und von einem freundlichen Zugbegleiter in unser Abteil gebracht. Wir nehmen auf den roten Sitzen in unserem Wagen Platz und bewundern erst einmal die riesigen Panoramascheiben, aus denen wir in den nächsten Stunden Schweizer Livekinoprogramm erleben werden. Die Historie – eine kleine Zeitreise Aber wie wurde der Glacier Express zu dem, was er heute ist? Dieter Dubkowitsch von der Rhätischen Bahn begleitet uns freundlicherweise ein Stück auf unserer Fahrt und macht mit uns eine kleine Zeitreise: Die erste Fahrt mit dem Glacier Express fand am 22. Juni 1930 statt. Je ein …

TschentenAlp.

Adelboden: Ein schneeweißer Wintertraum

Wir stehen am Berner Bahnhof. Eine erlebnisreiche Zeit in der winterlichen Bundesstadt und im verschneiten Emmental liegt hinter uns. Es ist 10:39 Uhr. Gleis 3. Der Regional Express Richtung Brig rollt pünktlich aus dem Bahnhof, um uns zu unserem nächsten Ziel zu bringen: Es geht ins Berner Oberland, nach Adelboden. Die Schweiz – Das pünktliche Paradies Wenn man in Deutschland erzählt, dass man gerne mit dem Zug unterwegs ist, erntet man schnell skeptische Blicke. Zugige Bahnhofshallen. Verspätete Züge. Kaputte Klimaanlagen. Wie kann man das gut finden? Steigt man bei unseren eidgenössischen Nachbarn in die Eisenbahn, so lässt man Szenarien, wie die oben genannten, weit hinter sich. Bahnfahren in der Schweiz bedeutet Pünktlichkeit, Gemütlichkeit und wunderschöne Alpenlandschaften. Es ist wie ein gutes Kinoprogramm: Man kauft sich Karten, steigt ein und der Film startet. Die Faszination beginnt ab der ersten Minute. Bunte Häuser, blaue Seen, rauschende Bäche, friedliche Täler und schneebedeckte Berge bilden das Panorama.   Swiss Travel Pass Wir sind während unseres Schweiz-Aufenthalts mit dem Swiss Travel Pass unterwegs. Der Swiss Travel Pass berechtigt zur freien …

Emmental

Ein Ausflug ins Emmental: Schweizer Käse, Schnee und Sonnenstrahlen

Bern haben wir für uns entdeckt. Eine charmante Stadt, in der ganz unaufgeregt die Fäden der Schweizer Politik zusammen laufen. Ein historischer Ort, den man jedoch besuchen kann, ohne sich gleich mitten im japanischen Touristen-Blitzlichtgewitter wiederzufinden. Gewiss sind Touristen in der Stadt unterwegs, aber das authentische Berner Leben steht im Mittelpunkt. Ein Vorteil, den man in Bern hat – man ist mitten im Herzen der Schweiz und kann in kurzer Zeit viele schöne Ziele erreichen. Wir haben uns aufgemacht, das Emmental zu besuchen. Die Anreise von Bern ins Emmental Von Bern aus ist Burgdorf, die Stadt im Emmental, mit dem Auto in 20 Minuten und mit dem Zug vier Mal pro Stunde in 15 Minuten erreichbar. Swiss Travel Pass Wir sind während unseres Schweiz-Aufenthalts mit dem Swiss Travel Pass unterwegs. Der Swiss Travel Pass berechtigt zur freien Fahrt mit Bahn, Bus und Schiff inkl. Panoramastrecken (zzgl. Zuschlag und Platzreservierung) sowie öffentlicher Verkehrsmittel in 75 Städten. 50% Ermäßigung bei den meisten Bergbahnen und freier Eintritt in über 480 Museen. Wir haben den Swiss Travel Pass Flex. …

Bern Zytglogge

Zarte Wintermelancholie in Bern

Schneeflockengestöber und weiße Winterlandschaften? Davon können wir in Köln nur träumen. Doch wenn der Winter nicht zu uns kommt, dann kommen wir eben zum Winter. Dass man vom Flughafen Köln/Bonn in einer guten Stunde mitten in den Schweizer Alpen landen kann, ist ein echter Geheimtipp: Die Schweizer Fluggesellschaft SkyWork Airlines fliegt 6 x wöchentlich von Köln/Bonn nach Bern. Als wir davon erfahren steht fest: Das müssen wir ausprobieren. Die Anreise nach Bern mit SkyWork Airlines Einige Tage später ist es so weit: Die Koffer sind vollgepackt mit Wintersachen und wir sind bereit für den Abflug nach Bern.   Das Boarding ist entspannt, obwohl der Flug fast ausgebucht ist. Wie das geht? Ganz einfach: Wir fliegen mit einer Turboprop Dornier 328. Eine Propellermaschine mit nur 31 Plätzen. In der Maschine ist es bequem und gemütlich. Durch die überschaubare Anzahl an Passagieren ist die Atmosphäre an Bord recht privat. Auf der rechten Seite ist jeweils ein Einzelplatz, auf der linken Seite sind je zwei Plätze nebeneinander (von vorne aus betrachtet). Nach einer Stunde und zehn Minuten Flugzeit …

Trondheim

Nordisch genießen

Tag 1 Besuch auf der Insel Tautra Bereits der Anflug auf die drittgrößte Stadt Norwegens ist außergewöhnlich: Direkt neben der Landebahn beginnt der Trondheimsfjord. Ich klebe mit der Nase am Fenster und bin schon jetzt fasziniert. Nur ein kleiner, grün leuchtender Tannenwald trennt Flugzeug und Fjord. Die Räder des Flugzeugs berühren mit einem Ruck die Landebahn. In diesem Moment erfüllt sich einer meiner Reiseträume. I made it to Norway. Meine Eltern reisen jedes Jahr nach Norwegen und können von diesem wunderschönen Land nicht genug kriegen. Ich habe unzählige Videos und Fotos gesehen. Kulissen, die kein Theater dieser Welt besser inszenieren könnte. Atemberaubende Felswände, still ruhende Fjorde, Bergspitzen mit weißen Schneemützen, reißende Wasserfälle. Endlich hab ich die Gelegenheit etwas davon selbst kennen zu lernen. „Hei hei!“, flötet es mir fröhlich entgegen. „Willkommen in Norwegen, willkommen in Trondheim.“ Unsere bunt gemischte Reisegruppe kommt nach und nach zusammen. Unterschiedliche Menschen mit einem gemeinsamen Ziel: Trondheim entdecken. Erleben. Genießen. Es ist Anfang September. Das Wetter kann um diese Jahreszeit in Norwegen schon etwas unbeständiger sein. Im Gepäck haben wir Regenjacken, …