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Top of Europe: Interlaken & das Jungfraujoch

Die Schweiz ist ein facettenreiches Land und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ende Januar habe ich mit meiner Kollegin Julia Bauer zwei ganz besondere Highlights besucht, die schon lange auf unserer Liste standen: Interlaken und das Jungfraujoch. Diese Namen sind berühmt und insbesondere in Asien ist das „Top of Europe“ – das Jungfraujoch ein Must See. Man darf sich also nicht wundern, wenn man im Zug zur höchstgelegenen Bahnstation Europas auf viele Asiaten trifft. Das ist aber alles andere als unangenehm, denn die Asiaten sind sehr höfliche Zeitgenossen. Wir haben beispielsweise einen chinesischen Tourguide kennengelernt, der seine Landsleute zu den Hotspots in Europa geleitet. Er hatte auch noch ein paar Schweiz-Tipps für uns.

Die Anreise zum Jungfraujoch

Doch wie kommt man zum Jungfraujoch alias „Top of Europe“ und was ist das eigentlich? Das Jungfraujoch verbindet die beiden berühmten Viertausender Mönch und Jungfrau. Es ist bequem via Zahnradbahn erreichbar. Für das Jungfraujoch hat sich der Name „Top of Europe“ eingebürgert, weil die dortige Bahnstation auf 3.454 Meter die höchste Europas ist.

Die Anreise ist ganz einfach: Von Interlaken, wo wir beherbergt sind, fahren wir mit dem Zug via Grindelwald oder Lauterbrunnen zur „Kleinen Scheidegg“. Die „Kleine Scheidegg“ liegt auf 2.061 Meter Höhe. Von hier aus fährt die Zahnradbahn die neun Kilometer lange Streck auf das Jungfraujoch.

Die „Kleine Scheidegg“

Die „Kleine Scheidegg“ ist die Passhöhe zwischen Eiger und Lauberhorn. Dort angekommen, sollte man nicht gleich weiterfahren, sondern erst einmal die Zeit genießen. Auf der „Kleinen Scheidegg“ befinden sich Hotels, Restaurants, Skilifte und natürlich die beiden Bahnstationen.

Als wir dort ankommen, herrscht eine besondere Stimmung: Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und die umliegenden Berge befreien sich so langsam vom Nebel. Zeitgleich schneit es kleine weiße Flocken vom Himmel.

Das Jungfraujoch alias „Top of Europe“

Nachdem wir ein bisschen die „Kleine Scheidegg“ genossen haben, geht es auf das Jungfraujoch. Nach 35 Minuten Fahrt mit der Zahnradbahn sind wir oben.

Die Temperaturen sind etwas frischer, der Wind ist eisig, aber die Aussicht ist überragend. Auf einer Tafel können wir ablesen, was sich in der Ferne alles erblicken lässt.

Wir haben Glück – das Wetter spielt wunderbar mit. Die Sonne strahlt vom Himmel und auf dem Top of Europe ist erst einmal Fotosession angesagt.

In den wärmeren Monaten kann man vom Jungfraujoch eine tolle Gletscherwanderung zur Mönchsjochhütte unternehmen. Die Mönchsjochhütte liegt auf 3.650 Meter Höhe und ist die höchste bewartete Hütte der Schweiz. Wer mit gutem Schuhwerk, Wetter- und Sonnenschutz und etwas Kondition ausgestattet ist, kann die Wanderung gut schaffen. Ein schöner Grund, noch einmal im Sommer wiederzukommen.

Auf dem Weg zurück lernen wir in der Jungfraubahn eine chinesische Familie kennen. Die kleine Tochter freut sich sehr über unsere Luftballons und steht ab da im Rampenlicht der Smartphone-Kameras.

Abendessen in Interlaken

Zurück in Interlaken gehen wir zum Abendessen in eine ganz exklusive Location: Das italienische Ristorante Sapori im Victoria Jungfrau Hotel. Hier taucht man ein in die Welt der Sapori, der Aromen. Frische Gewürze, edle Öle und ausgesuchte Zutaten begleiten die italienische Kochkunst.

Das Essen ist hervorragend und wir können bestätigen, dass die Kunst der Sapori hier in hohem Maße beherrscht wird.

Spaziergang durch Interlaken

Interlaken ist mit Sicherheit einer der bekanntesten Orte der Schweiz. Vielleicht liegt das gerade an dem eingängigen Namen, den man überall aussprechen kann. Er ist abgeleitet von lateinisch „inter lacūs“ (zwischen den Seen). Interlaken liegt zwischen Thunersee und Brienzersee. Der Name ist jedoch kein Zufall, der charmante Ort wurde 1891 von Aarmühle in Interlaken umgetauft. Meist wird Interlaken in Zusammenhang mit den bekannten Bergen Eiger, Mönch und Jungfrau in Verbindung gebracht. Aber auch der Ort an sich, insbesondere die Altstadt von Interlaken und dem benachbarten Unterseen, ist malerisch.

Hier einige Impressionen:

Ice Magic Interlaken

Mitten im Herzen von Interlaken befindet sich die Ice Magic Interlaken. Hier kann man bei cooler Musik auf einer großen Eisbahn mit Blick auf die traumhafte Bergkulisse Schlittschuhlaufen. Die nächste Saison geht vom 14.12.2019 bis zum 22.02.2020.

Die Ice Magic befindet sich direkt gegenüber vom Victoria Jungfrau Hotel.

Und wenn man schon mal da ist, dann kann man sich auch noch einmal unter die wunderschönen Decken des Ristorante Sapori begeben und ein feines Mittagessen genießen. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, noch ein weiteres Restaurant in Interlaken kennen zu lernen, aber die Begeisterung für das Sapori hält noch an und das Mittagsangebot klingt sehr verlockend und kann von uns, insbesondere im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis uneingeschränkt empfohlen werden. Wir wissen, dass die Schweizer Preise für viele Touristen abschreckend sein können. Hier im Sapori, einem wunderschönen Restaurant mit bester Qualität, bekommt man ein Mittagsmenü bestehend aus zwei Gängen inkl. Kaffee/Espresso für 24 CHF (ca. 21 Euro). Ein Top Preis-/Leistungsverhältnis.

Schifffahrt auf dem Thunersee

Nach unserem Spaziergang durch Interlaken und dem Mittagessen im Sapori gehen wir an Bord der Schilthorn. Einstieg ist in Interlaken West direkt am Bahnhof. Unsere Winterschifffahrt über den Thunersee hat etwas mystisches: Die Sonne kämpft sich nach und nach durch die Wolken und lässt den See in einem goldenen Licht schimmern. Die Berge bilden dazu eine wunderschöne Kulisse. Um die Stimmung einzufangen, wagen wir einen kurzen Besuch auf dem Außendeck. Es ist schön, an der Luft zu sein, aber der Fahrtwind ist eisig kalt. Nach ein paar Minuten gehen wir schnell wieder an unseren Platz im Inneren.

Das Schiff steuert Ortschaften auf beiden Seiten des Thunersees an. Es hat eine erste und zweite Klasse. Wir reisen – wie wir es fast immer machen – mit dem Swiss Travel Pass durch die Schweiz. Auch das Schiff ist darin enthalten, sodass wir es ohne Zuzahlung benutzen können. Alle Informationen zum Swiss Travel Pass gibt es hier. An Bord der Schilthorn ist es sehr gemütlich – man sitzt an eingedeckten Tischen und kann Speisen und Getränke bei wunderbarer Aussicht genießen – Entspannung pur!

Der Winterfahrplan geht von Ende Oktober bis Ende März. Ab Ostern gilt der Sommerfahrplan.

Abendessen im Swiss Chalet Restaurant

Zurück in Interlaken, gehen wir zum Abendessen ins Swiss Chalet Restaurant. Das Chalet befindet sich auf dem Areal der Interlaken Ice Magic und gehört zum gastronomischen Angebot der Ice Magic. Das entzückende Holzhaus ist sehr charmant eingerichtet, an der Wand hängen Felle und die Tische sind liebevoll eingedeckt. Das Licht ist angenehm warm und die Auswahl der Speisen passend: Es werden unter anderem Schnitzel, Rösti, Raclette und Fondue serviert. Dazu gibt es Schweizer Weine, Biere und diverse andere Spirituosen.

Unsere Unterkunft in Interlaken

In Interlaken wohnen wir im Lindner Grand Hotel Beau Rivage. Die Lage des Hotels ist perfekt, es liegt nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Interlaken Ost entfernt. Von Köln dauert die Fahrt nach Interlaken ca. sechs Stunden mit der Bahn. Ab der Schweiz sind wir mit dem Swiss Travel Pass gefahren. Auf der Zugfahrt haben wir kleine Köstlichkeiten von Sprüngli genossen, um uns schon mal auf die kommenden Tage in der Schweiz einzustimmen.

Das Lindner Grand Hotel Beau Rivage hat Charme und unsere Suiten sind groß und geräumig. Frische Blumen, Obst und Schokolade warten auf den Zimmern auf uns. Nichtsdestotrotz möchten wir nicht verheimlichen, dass der Lack dieses Grandhotels etwas ab ist. Wer Grandhotel-Charakter liebt, der ist – natürlich zu etwas anderen Konditionen – im Hotel Victoria Jungfrau vermutlich besser aufgehoben.

Was uns am Lindner Hotel neben den geräumigen Zimmern aber sehr gut gefallen hat, ist das Frühstück. Es steht eine große Saftpresse bereit, die Obst und Gemüse in einen frischen und gesunden Saft verwandelt. Aufgrund der asiatischen Gäste gehören Frühlingsrollen zum festen Bestandteil des Buffets, was auch uns erfreute. Frühlingsrollen zum Frühstück sind tatsächlich etwas feines.

 

Auch der Ausblick aus meinem Zimmerfenster war traumhaft, als blicke man auf eine Postkarte:

Ein Besuch in Interlaken lohnt sich also – nicht nur um von hier aus auf das Jungfraujoch zu fahren – auch der kleine Ort selbst hat das ganze Jahr über eine Menge zu bieten.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Interlaken Tourismus entstanden. Wir bedanken uns für die freundliche Zusammenarbeit!

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