Autor: Pia Maria

Lockeres Ambiente auf Karlsruher Straßen. (Foto: Guts & Glory)

Guts & Glory in Karlsruhe: Mysteriöse Überraschung im Süden Deutschlands

Als süddeutsches Mädchen – geboren in Karlsruhe – überrascht mich diese Stadt an keiner Ecke. Nichtsdestotrotz verfolge ich aus meiner (nicht mehr ganz so) neuen Heimat Köln natürlich alles, was sich hier Neues an Cocktails, Hotels und Bars ergibt und lasse mich bei gelegentlichen Besuchen gerne eines Besseren belehren. Die Tatsache, dass eine Neueröffnung einer – wie sich nun herausstellte, überragenden Cocktailbar – bis vor Kurzem an mir vorbei ging, hat mich dazu bewogen, mich innerhalb kürzester Zeit direkt zweimal von ihrem Ruf überzeugen zu „müssen“. Um eines vorweg zu nehmen: das Guts & Glory in Karlsruhe kann sich mit allen erstklassigen, kreativen und stylischen Cocktailbars in ganz Deutschland nicht nur messen, sondern darüber hinaus auch behaupten! Nicht ohne Grund wurde die Bar vor Kurzem auf der Shortlist (Top 5) der Mixology Bar Awards 2017 in der Kategorie „Neue Bar des Jahres“ nominiert, was vor allem der Verdienst des Bartenders und Mitinhabers des Guts & Glorys, Mo Kaba, ist. Mo bringt die Welt der anspruchsvollsten Drinks nach Karlsruhe, denn nach Stationen – unter anderem in …

An der Bar begegnet einem so manch bekanntes Gesicht. (Foto: Harrys New York Bar)

Harry’s New York Bar: Legendäre Drinks im Kölner Ableger der ältesten Cocktailbar Europas

Um Harry’s New York Bar – vielen auch als Harry’s Bar bekannt – ranken sich wohl so viele Geschichten und Mythen, wie um keine andere Bar der Welt. Ursprünglich wurde das Lokal 1911 von dem Amerikaner Tod Sloane unter dem Namen “New York Bar“ gegründet, der im Herzen von Paris eine Anlaufstelle für die expats schaffen wollte: Die im Ausland lebenden Amerikaner und Schriftsteller der lost generation, wie der Stammgast Ernest Hemingway, fanden an dem Tresen, den Sloane per Schiff über den Atlantik bringen ließ, bei original amerikanischen Cocktails und Pianomusik, ein Stück Manhattan. Als erster Barkeeper kreierte der Schotte Harry MacElhone Cocktailklassiker wie “Bloody Mary“, “Side Car“ und “White Lady“, übernahm die Bar 1923 und gab ihr den heutigen Namen “Harry’s New York Bar“. Wer einen Cocktail nach “Original Harry Rezept“ im Ambiente einer Bar der 20er Jahre genießen möchte, braucht jedoch nicht nach Paris zu fahren, sondern kann es sich auch in einem Clubsessel in einem der vier offiziellen Ableger der legendären Kult-Bar in Deutschland gemütlich machen. Eine dieser sagenhaften Cocktail-Bars befindet sich …

Mehr als nur ein gemütlicher “Keller“. (Foto: Little Link)

Little Link: Cocktailkunst im Belgischen Viertel

In Köln gibt es deutschlandweit die größte Dichte an ausgezeichneten Cocktailbars und prämierten Barkeepern. Einer von ihnen ist Stephan Hinz, der sich 2010 gleich zwei begehrte Titel, „Deutscher Cocktail-Meister“ und „Mixologe des Jahres“ holte. Diese Erfolge haben ihn jedoch nicht zum zurücklehnen, sondern zur Eröffnung seiner eigenen Bar „Little Link“ im angesagten belgischen Viertel in Köln bewegt. Laut Stephan Hinz steht der Name der Bar für Verbindungen, die er schaffen möchte. Ob zwischen klassisch und modern, edel und lässig, Mensch und Mensch oder Küche und Bar. Und tatsächlich gelingt jede einzelne in dieser außergewöhnlichen Bar. Klassisch ist hier die Auswahl der Spirituosen, modern die Interpretation dieser. Die Drinks, die im „Little Link“ serviert werden sind wirkliche Inszenierungen, so dass man einen Popcorn infusionierten Bourbon etwa in einer Tüte bekommt, deren Inhalt nicht wie im Kino für eine durstige Kehle sorgt, sondern mit einer erfrischenden Mischung aus Whiskey, Orange, Honig, Ingwer und Ginger Ale überrascht. Die gelangweilten „Moscow Mule“ Trinker werden sich genauso über die Neuinterpretation als „Gin Gin Mule“ freuen wie die klassischen Genießer des …

Alles im Blick, immer zur Stelle. (Bild: Seven Swans)

Seven Swans & The Tiny Cup: Genussexperimente im schmalsten Haus Frankfurts

Jeder kennt wohl den Zauber eines ersten Dates: Nach einem romantischen Abendessen steht die Frage im Raum, was wohl als nächstes passiert. Für alle (noch) einsamen Herzen in Frankfurt empfiehlt es sich in diesem Moment die Tür des kürzlich eröffneten SEVEN SWANS & THE TINY CUP direkt am Mainufer zu öffnen und den Abend seinen Lauf gehen zu lassen. Das schmalste Gebäude Frankfurts schmückt ein goldenes Portal, das durch einen schmalen Spalt bereits von außen einen minimalen Einblick in eine Auswahl feinster Spirituosen gewährt, von der man sich in den nachfolgenden Stunden zu vielfältigen Neuinspirationen seiner Lieblingsdrinks inspirieren lassen kann. Kreativ geht es auch in der Küche des sich im dritten und vierten Stockwerk zugehörigen Restaurants zu, das unlängst vom Gault & Millau ausgezeichnet wurde. Hier wird ein monatlich wechselndes, saisonales Menü angeboten, dass man im Sommer auf der wohl kleinsten Terrasse in Frankfurt mit Blick auf den Dom genießen kann. Wo ein mögliches zweites Date stattfinden könnte, ist somit schon entschieden. Tritt man schließlich durch das Tor zahlreicher Möglichkeiten, wie sich der erste gemeinsame …