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48 Stunden Genuss in Ascona

Kennt ihr das? Man ist im Urlaub, der letzte Tag steht an und wenn es ein schöner Urlaub war, dann sagt man ihn, diesen Satz: Hierher komme ich auf jeden Fall zurück. Ist man jedoch wieder im Alltag angekommen, so verblasst dieser Gedanke und nicht selten wird man nie wieder an den Ort, der einen damals in seinen Bann gezogen hat, zurück kehren. Die Konsequenz, die man daraus ziehen sollte: Ist man an einem tollen Ort, so sollte man die Zeit in vollen Zügen genießen und nicht auf eine Rückkehr vertrauen. Kommt man doch zurück, so wird man dies nicht bereuen, denn auch wenn man meint, man hätte alles gesehen, merkt man schnell, das dem nicht so ist.

Ich bin viel unterwegs und mag es, neue Orte zu entdecken. An einem Ort bin ich kürzlich zum zweiten Mal gewesen und es war eine tolle Erfahrung. Im Juli war ich das erste Mal im Kanton Tessin, im italienischsprachigen Teil der Schweiz. Wir haben dort schöne Sommertage in Ascona im Hotel Eden Roc erlebt, wie man hier lesen kann.

Im Oktober bekam ich die Gelegenheit, dieses Hotel noch einmal zu besuchen, um den (kulinarischen) Herbst im Tessin zu genießen. Das Event stand unter dem Motto „Delicious Ticino“ – hier findet ihr die Instagram-Bilder von meinen Blogger-Kollegen und mir.

Der Blick von meinem Balkon aus war mir zwar aus dem Sommer bekannt, aber mit mystisch-herbstlichem Touch genauso wunderschön.

Die Sonne scheint ins Zimmer und ich freue mich über eine leckere Kastaniencreme, Pralinen und Obst als Begrüßungssnack.

Kochshow mit dem Spitzenkoch Enrico Cerea (Da Vittorio)

Das Hotel Eden Roc hat es sich nicht nehmen lassen am ersten Abend mit einem besonderen Highlight aufzuwarten: Der italienische Spitzenkoch Enrico Cerea aus dem bekannten Restaurant „Da Vittorio“ (3 Michelin Sterne) führt uns im hoteleigenen Gourmetrestaurant „La Brezza“ vor, wie er ein Risotto und Pasta al Pomodoro zubereitet. Zwei klassische Gerichte, bei denen man jedoch auch eine Menge falsch machen kann. Ich finde es eine gute Idee, dass Enrico Cerea sich für diese beiden Gerichte entschieden hat – denn eine gute Grundlage ist das Fundament für hochtrabende Kochkünste. Und vermutlich hat jeder schon einmal Pasta al Pomodoro und ein Risotto gegessen, sodass er den Qualitätsunterschied erkennt. Ich bin ein großer Pasta-Liebhaber und wähle tatsächlich gerne „Pasta al Pomodoro“ – mit frischen Tomaten ein purer Genuss. Genau wie die, die Cerea mit seinen beiden Mitarbeitern für uns zaubert.

Kitchen Party im „La Brezza“

Nach der „Cooking Show“ ist der Genuss noch lange nicht vorbei, der Abend geht weiter. Wir werden in die Küche des „La Brezza“ gebeten. Dort steigt eine „Kitchen Party“. Eine tolle Idee, die mich an die ein oder andere Party, die ich erlebt habe, zurück erinnert. Ich mag es, wenn Freunde und Bekannte zu sich nach Hause einladen. Ob zum gediegenen Dinner oder zur wilden „Hausparty“. Es ist spannend zu sehen, wie andere Menschen sich einrichten und leben. Und vielleicht stimmt ihr mir da zu: In der Küche trifft man meist die interessantesten Leute.

So auch bei der Kitchen Party im Eden Roc: Wir werden aufgefordert uns in der Küche frei zu bewegen, wir sollen keine Sorge haben, die Köche zu stören, im Gegenteil, sie würden sich freuen, wenn wir ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Das Licht ist gedimmt, es stehen wunderschöne Kerzenständer in der Küche, überall stehen kleine Köstlichkeiten, die man probieren darf. Ein DJ hat sein Mischpult in der Küche aufgebaut und heizt musikalisch ein. Schnell hat sich eine Tanzfläche gebildet, es wird getanzt, gelacht und es werden Kontakte geknüpft. Die Stimmung ist toll und kurz darauf zieht eine Polonaise durch die Küche. Ein gelungener erster Abend.

Lokale Produkte in der „Grotto America“

Am nächsten Vormittag geht es für uns in die „Grotto America“. Die Grotto heißt „America“ weil dort Ende des 19. Jahrhunderts Auswanderer, die ihr Glück in Amerika versuchen wollten, ihr letztes Mahl einnahmen. Wir treffen in der Grotto auf lokale Lebensmittelhersteller. Im Mittelpunkt stehen Wein, Käse und Fleisch. Wurde die Grotto früher als Kühlschrank benutzt, ist sie heute eine tolle Event-Location, sowohl indoor als auch outdoor. Wir haben das Glück bei herrlichstem Sonnenschein tolles Essen draußen genießen zu können. Besonders zu empfehlen: Risotto mit Luganiga. Die Luganiga ist eine Wurstspezialität aus dem Tessin. Gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Muskatnuss, Nelken und Zimt sowie Weiß- oder Rotwein ist sie ein kulinarisches Gedicht.

 

Josefine und ich genießen zusammen die leckeren Spezialitäten aus dem Tessin und freuen uns, dass wir Ende Oktober noch draußen in der Sonne sitzen können.


Teezeremonie auf dem Monte Verità

Auf dem Monte Verità oberhalb von Ascona befindet sich eine der wenigen Teeplantagen Europas. Das besondere Klima dort macht es möglich. Nach dem trubeligen Vormittag ist es sehr beruhigend auf dem Teeweg durch den Zengarten zu schlendern. Oben angekommen nehmen wir im Teepavillon Platz und schweifen den Blick über die kleine Teeplantage und den glitzernden Lago Maggiore in der Ferne.

Danach geht es für uns ins Teehaus zur Teezeremonie. Nach einer kurzen Einführung in die Teekultur (ja, liebe Kaffeetrinker, Tee hat nämlich Kultur ;-)) probieren wir eine Schale Tee nach japanischer Tradition und verweilen im Teehaus. Die Architektur ist einfach und durchdacht. Faszinierend finde ich, dass wir alle sehr schnell zur Ruhe kommen und während der Teezeremonie gedanklich im Hier und Jetzt sind. Eine tolle Erfahrung. Wer Lust hat, auch eine solche Erfahrung zu machen kann sich hier über die Teezeremonie informieren und eine Führung buchen.

The perfect place: Hotel Eden Roc

Nach der Teezeremonie geht es für uns zurück ins Hotel Eden Roc. Dort lassen wir den Spätnachmittag ausklingen und genießen die wundervolle Location.

Dinner im Restaurant „Marina“

Am Abend geht es zum Dinner in das zum Hotel gehörende Restaurant „Marina“. Das „Marina“ ist ein echtes Lifestyle-Paradies. Das Interieur ist erfrischend und schick, die Atmosphäre angenehm locker. Während man im Sommer am See in der „Marina-Lounge“ verweilen kann, ist im Herbst/Winter das Restaurant „Marina“ die perfekte Dinner Location.

Unser Menü klingt vielversprechend…

… sieht toll aus und schmeckt auch hervorrangend.

Impressionen aus Ascona

Am nächsten Tag habe ich noch Zeit ein bisschen durch Ascona zu flanieren. Ich mache zunächst im Albergo Carcani einen Stop. Das Hotel ist direkt an der Promenade gelegen und gehört, wie auch das Hotel Eden Roc, zur Tschuggen Hotel Group. Besonders toll am „Carcani“ finde ich, dass man schön draußen sitzen und das Treiben auf der Promenade beobachten kann. Die Sonne versucht sich an diesem Tag durch die Wolken zu kämpfen, schaffte es aber nur ab und zu. Trotzdem nehme ich draußen in der ersten Reihe Platz und lasse mir eine Cola schmecken.

Nach einer Stunde wird es doch etwas frisch draußen und ein Tee wäre genau das richtige. Das Teehaus auf dem Monte Verità hat auch einen Teeladen – „Casa del Tè -“ in Ascona. Dort probiere ich einen „Berner Rosen“-Tee und esse kleine Matcha Schokoladentäfelchen dazu. Der Teeladen ist hübsch und liebevoll eingerichtet und erinnert von der klaren Struktur an das Teehaus auf dem Monte Verità.

 

Ascona ist ein schönes Fleckchen Schweiz und ich habe mich sehr gefreut zum zweiten Mal hier sein zu dürfen. Ich kann verstehen, dass Ascona für viele Menschen eine zweite (Urlaubs)heimat geworden ist.

Zum Abschluss noch einige Ascona-Impressionen:

 

Das wunderschöne Titelbild zu diesem Artikel hat die liebe Jesca Li auf der „Kitchen Party“ gemacht. Hier findet ihr den Weg zu ihrem Blog.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit der Tschuggen Hotel Group und Ascona Locarno Tourismus entstanden. Vielen Dank für die freundliche Zusammenarbeit.

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6 Kommentare

  1. Danke für diesen schönen Artikel. Er hat gleich Lust auf einen Ausflug ins Tessin gemacht. Ich schäme mich fast ein wenig, dass Du die Schweiz bald besser kennst als ich, der ich darin aufgewachsen bin. Das Tessin liegt für uns Deutschschweizer so nah und eigentlich sollte ich viel öfter für ein Wochenende in den mediterranen Teil unseres Landes fahren. Aber oft schreckt mich dann die Blechlawine vor dem Tunnel ab. Schön auch zu sehen, dass der historische Teil des Monte Verità sorgfältig renoviert wurde und ihm neues Leben eingehaucht wurde. Ich wollte schon lange Mal einen Ausflug dahin machen. Ich liebe die Geschichte dieses Ortes, wie sich um 1900 Künstler, Freidenker und Aussteiger dort getroffen haben. Der Monte Verità gilt ja auch als Geburtsort der Reformbewegung. Dank dieses Artikels werde ich jetzt definitiv dorthin reisen und kommenden Frühling einen Ausflug ins Tessin buchen. Wer weiss, vielleicht sogar mit Übernachtung im Eden Roc. 😉

  2. Amrei Ines sagt

    Lieber Tom, habe vielen Dank für deinen netten Kommentar! Es freut mich immer am meisten, wenn ich unseren Lesern eine Inspiration sein kann und ihnen Tipps für Locations und Hotels geben kann. Die Blechlawine vor dem Tunnel kannst du wunderbar mit einem Zugticket vermeiden, so mache ich das auch immer. Von Zürich aus ist man in 2,5 Stunden im Tessin und somit gleich in einer ganz anderen Welt. Es ist herrlich! Liebe Grüße, Amrei

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