Switzerland, Travel
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Frühlingstage in Lausanne

Au revoir, Lac Léman.

Wer noch nicht weiß, wo er seine bevorstehenden Urlaubstage im Sommer verbringen möchte, der möge nun aufmerksam lesen, denn wir haben in der französischen Schweiz ein wunderschönes Städtchen entdeckt: Lausanne. Aber auch alle anderen Leser sind natürlich herzlich eingeladen uns auf einer kleinen Tour durch Lausanne zu begleiten.

Städtchen, das ist eigentlich nicht ganz richtig. Lausanne ist die zweitgrößte Stadt am Genfersee und mit ca. 144.000 Einwohnern eine lebendige Geschäfts- und Universitätsstadt. Doch hält man sich dort auf, so fühlt man sich eher wie in einem Urlaubsort, denn die Lage von Lausanne ist malerisch: Die Stadt ist auf drei Hügeln gebaut, umgeben von Weinbergen und der Genfersee liegt ihr zu Füßen.

Wir haben ein Wochenende im Juni in Lausanne verbracht und probiert, so viel wie möglich kennen zu lernen, um ganz viel an unsere Leser weiterzugeben. Gar nicht so einfach, denn Lausanne hat eine Menge zu bieten, da ist ein Wochenende fast zu kurz. Aber das Schöne daran ist, man kann immer wieder kommen und bei jedem Besuch Neues entdecken.

Das Beau-Rivage Palace

Das Glück ist in Lausanne auf unserer Seite: Wir haben drei Tage lang phantastisches Wetter und wohnen im legendären Beau-Rivage Palace. Das Hotel liegt im Stadtteil Ouchy vor der prächtigen Kulisse der Alpen, eingebettet in einen wunderschönen Park am Ufer des Genfersees.

Das Beau-Rivage thront am Ufer des Genfersees.

Das Beau-Rivage thront am Ufer des Genfersees.

Das Beau-Rivage verfügt über 168 Zimmer und Suiten. Wir bewohnen ein Superior Zimmer mit Seeblick. Das Zimmer ist stilvoll eingerichtet und die leichten Pastellfarben lassen den Raum hell und freundlich wirken. Im geräumigen Bad befinden sich eine Dusche, eine Badewanne und ein wunderschönes Mosaik auf dem Boden. Besonders gelungen sind die vielen Spiegeltüren im Zimmer, die das schöne Ambiente optisch verdoppeln.

 

Das Highlight ist aber ganz klar der Blick vom Balkon auf den Genfersee und die Alpen. Kann man sich daran jemals satt sehen?

Blick aus dem Hotelzimmer.

Blick aus dem Hotelzimmer.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben geht es auf die Terrasse der Lobby Lounge, um eine beeindruckende Frau zu treffen: Nathalie Seiler ist die Hoteldirektorin des Beau-Rivage und nimmt sich bei einem Glas Champagner gerne Zeit für uns.

Nathalie ist eine Powerfrau und hat es geschafft in der Grand Hotellerie bis an die Spitze zu gelangen. Der Grundstein ihrer Karriere wurde an der Ecole Hôtelière de Lausanne gelegt, nach vielen Jahren in der internationalen Hotellerie kehrte sie 2015 zurück nach Lausanne, um ihre Tätigkeit als Direktorin im Beau-Rivage zu beginnen.

In einem Haus wie dem Beau-Rivage verkehren interessante Leute und man erlebt jeden Tag neue Geschichten, das macht ihren Job so faszinierend. Sie erzählt von einer Konferenz, die der US-amerikanische Chefdiplomat John Kerry im Beau-Rivage abhielt. Parallel zu dieser internationalen Konferenz, deren Gäste nahezu das ganze Hotel bewohnten, fand eine Hochzeit im Hotel statt. Mit strahlenden Augen erzählt Nathalie von dem schönsten Moment an diesem Tag: Kerry lies es sich auch nach 48 Stunden Verhandlungen nicht nehmen, die Hochzeitsgesellschaft aufzusuchen, um zu gratulieren. Er betrat den Raum und umarmte die Braut.

Medienrepräsentantin für das Genferseegebiet Melanie Schacker (links) mit der Hoteldirektorin des Beau-Rivage Nathalie Seiler.

Medienrepräsentantin für das Genferseegebiet Melanie Schacker (links) mit der Hoteldirektorin des Beau-Rivage Nathalie Seiler.

Nach dem Aperitif ist für uns ein Tisch zum Dinner im Café Beau-Rivage reserviert. Bei einem lauen Abendlüftchen wird ein exzellentes Menü serviert. Und wie das im Beau-Rivage nun einmal ist, befinden wir uns in prominenter Gesellschaft: Am Nachbartisch sitzt Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, welches in Lausanne seinen Sitz hat.

Den Abend lassen wir bei einem Drink in der stilvoll designten Hotelbar ausklingen. Hier einige Impressionen:

 

Im Zimmer angekommen, lohnt es sich einen Moment auf dem Balkon zu verweilen, um die nächtliche Atmosphäre zu genießen. Von unten nimmt man ein leises Gemurmel wahr, in der Ferne blitzen ein paar Lichter auf und der See lässt sich in der Dunkelheit der Nacht erahnen.

Abendstimmung auf dem Balkon des Beau-Rivage.

Abendstimmung auf dem Balkon des Beau-Rivage.

Am nächsten Morgen erwartet uns ein phantastisches Petit-Déjeuner, welches wir bei schönem Wetter auf der Sonnenterrasse genießen können.

 

Wer Lust auf einen „Lazy Day“ hat, der kann sich nach dem Frühstück direkt ein Plätzchen am Pool des Beau-Rivage suchen oder sich in eines der kleinen Tipis im Hotelgarten zurückziehen. Für etwas kältere Tage gibt es auch einen Indoor-Pool im 1.500 qm großen Spa-Bereich des Hotels.

Auf dem Weg ins Zimmer haben wir das Glück einen Blick in einen der Festsäle werfen zu können. Er ist für eine Hochzeitsfeier vorbereitet. Betritt man den prächtigen Saal, so überkommt einen unwillkürlich ein erhabenes Gefühl.

Stadtführung durch Lausanne

Mit diesen Bildern aus dem Beau-Rivage im Kopf geht es für uns nun zu einer Stadtführung durch Lausanne. Zusammen mit der deutschen Stadtführerin Karin Klappert, die mittlerweile seit über 30 Jahren in Lausanne lebt, fahren wir mit der Metro ins Stadtzentrum. Lausanne ist die kleinste Stadt der Welt mit einer eigenen Metro. Die führerlosen Züge verkehren von 5:00 Uhr morgens bis Mitternacht im 5 Minuten-Takt. Wow. Da kann sich so manche Stadt ein Beispiel nehmen. Wer in der Metro ist sollte genau hinhören: Jeder Station wurde ein charakteristisches Geräusch zugeordnet, welches vor der Ansage kurz abgespielt wird. Einige Geräusch-Impressionen finden sich hier.

Das Beste: Als Tourist fährt man in Lausanne gratis mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn man dort in einem Hotel übernachtet. Beim Einchecken bekommt man die Lausanne Transport Card, die dies möglich macht. Zudem erhält man mit der Karte Rabatte bei Überfahrten mit dem Schiff und in Museen.

Jeden Mittwoch und Samstag ist in Lausanne Markt. Im Stadtzentrum finden sich zahlreiche Stände mit Obst, Gemüse, Käse, Blumen und kulinarischen Spezialitäten. Wir haben Glück, dass es Samstag ist und wir das mediterrane Ambiente miterleben können:

Einige Impressionen unseres Spaziergangs durch Lausanne:

 

Quartier du Flon

Das ehemals als Lager- und Warenumschlagplatz genutzte Quartier du Flon ist in den letzten Jahren zum Trendviertel Lausannes geworden. Moderne Architektur, coole Geschäfte, hippe Restaurants und Bars prägen das Bild. Hier pulsiert das Leben am Tag und in der Nacht.

 

Lunch im Café des Artisans

Ein super Café für einen Lunch-Break, ein Stück Kuchen oder einfach nur einen Kaffee ist das Café des Artisans. So eine Location würde genauso nach Berlin-Mitte passen. Fazit: Lausanne ist ein cooles Pflaster.

MUDAC – Musée de Design et d‘Art Contemporain

Nach dem Lunch geht es für uns ins MUDAC (Museum für angewandte Kunst). Es befindet sich gleich gegenüber der Kathedrale von Lausanne. Museumsdirektorin Chantal Prod Hom nimmt sich Zeit für uns und erzählt uns von ihrer aktuellen Ausstellung Miroir Miroir. Es geht um Selbstdarstellung und die Generation Selfie. In den Ausstellungsräumen hängen viele Spiegel, man kann sich beispielsweise selbst auf das VOGUE Cover fotografieren. Neben dem Spaß, den die Ausstellung macht, ist es Chantal Prod Hom wichtig eine Message zu transportieren und den Besucher zum Nachdenken anzuregen. Sie zeigt uns ein Buch mit Selfies von Kim Kardashian, die nur durch Selbstdarstellung ein millionenschwerer Star geworden ist. Es hängen Bilder aus der Foto-App Instagram an der Wand. Man fängt an über sich und seine Generation nachzudenken.

Die Ausstellung Miroir Miroir läuft noch bis zum 01.10.2017.

 

Dinner in der Brasserie de Montbenon

Abends besuchen wir die Brasserie de Montbenon – eine großartige Location mit tollem Interieur, einer schönen Außenterrasse und einer abwechslungsreichen Karte. Die Karte gibt es allerdings nur auf französisch, das heißt, man sollte jemanden am Tisch haben, der übersetzen kann oder man schnappt sich das Smartphone und googelt ein bisschen. Wer mag kann sich auch schon zu Hause vorbereiten und sich Menü und Wein aussuchen, die Karte gibt es hier nämlich auch online.

Tolle Location: Brasserie de Montbenon.

Tolle Location: Brasserie de Montbenon.

Wenn einem der Sinn mal nicht nach Fisch oder Fleisch steht, dann ist das Gericht „Vol-au-Vent de la « B.M. »“ sehr zu empfehlen: Blätterteig auf Champignons und Spinat – es schmeckt phantastisch und sieht noch dazu toll aus:

 

Sehr zu empfehlen: Vol-au-Vent de la « B.M. »

Sehr zu empfehlen: Vol-au-Vent de la « B.M. »

Hotels in Lausanne

Neben dem Beau-Rivage gibt es in Lausanne noch einige andere beeindruckende Hotels, die wir gerne vorstellen möchten.

Hotel Angleterre & Résidence

Das Hotel Angleterre & Résidence ist ein Partnerhotel des Beau-Rivage und liegt nur einige Meter davon entfernt am Genfersees. Das Hotel hat 75 Zimmer und Suiten, welche sich auf fünf wunderschöne Gebäude verteilen. Die gläserne Rezeption befindet sich inmitten des wunderschönen Hotelgartens. Das Haus hat historischen Wert für die Hotelbranche: Die berühmte École Hôtelière de Lausanne hatte hier im Jahre 1893 ihren Ursprung.

Hotel Angleterre & Résidence.

Hotel Angleterre & Résidence.

 

Hotel Château d’Ouchy

Das Hotel Château d’Ouchy wurde im 12. Jahrhundert erbaut und liegt ebenfalls in Ouchy, unweit des Beau-Rivage und des Angleterre & Résidence. Es liegt direkt am Seeufer und man muss sich nicht zwischen historisch und modern entscheiden, das Hotel bietet beides in perfekter Harmonie.

 

Hotel Swiss Wine by Fassbind

Das Hotel Swiss Wine by Fassbind  hat 2016 eröffnet und befindet sich mitten im Zentrum von Lausanne, die Altstadt liegt direkt vor der Tür. Der Name des trendigen Hotels ist Programm, im Erdgeschoss ist eine Weinbar, in der man Schweizer Weine kaufen kann. Die 62 Zimmer sind cool eingerichtet und zu einem Top-Preis zu haben.

Hotel Swiss Wine by Fassbind.

Hotel Swiss Wine by Fassbind.

What to do in Lausanne?

Ein Besuch im Olympischen Museum

Das Olympische Museum liegt im Stadtteil Ouchy am Genfersee. Das Museum ist für jedermann, man muss kein Sportfanatiker sein, um sich hier begeistern zu lassen. Eine Fotoausstellung zeigt emotionale Momente in der Geschichte von Olympia. Berührende Bilder, die Sportler bei Siegen und Niederlagen zeigen, vor dem Kampf, nach dem Kampf. Die Geschichte von Olympia wird erzählt und man kann sogar aktiv und interaktiv seine Olympia-Qualitäten testen.

AQUATIS – Das größte Süßwasseraquarium Europas

Wer Lust auf eine außergewöhnliche Reise durch die faszinierenden Süßwasser-Lebensräume unserer Erde hat, der sollte sich den 30. September 2017 vormerken. Denn dann eröffnet das AQUATIS, das größte Süßwasseraquarium Europas seine Türen. Die Reise beginnt in Europa, danach geht es durch Afrika, Ozeanien und Asien sowie Amerika. 10.000 Fische und einige hundert Reptilien wird es zu bewundern geben.

Anhand eines Modells zeigt uns die Direktorin Angélique Vallée-Sygut die Zukunft des AQUATIS. Wir sind gespannt und kommen gerne wieder, um alles live zu sehen.

Aquatis Direktorin Angélique Vallée-Sygut.

Aquatis Direktorin Angélique Vallée-Sygut.

Blick in die AQUATIS-Zukunft, Foto: Creatime

Blick in die AQUATIS-Zukunft, Foto: Creatime

Pralinen naschen im „La Chocolatière“

Wer Süßes mag wird den köstlichen selbstgemachten Pralinen in der „La Chocolatière“ von Inhaberin Mercedes Assal nicht widerstehen können. Die Pralinen eignen sich auch als hübsches Mitbringsel für Freunde und Familie. Ein Besuch lohnt sich.

 

Confiserie Tony – ein Geheimtipp

Läuft man durch die bekannte Rue de Bourg, so sollte man unbedingt der Confiserie Tony einen Besuch abstatten. Von außen unscheinbar, aber innen gibt es phantastische Köstlichkeiten.

Confiserie Tony
Rue de Bourg 39
CH-1003 Lausanne

 

Wie man sieht gibt es in Lausanne viele spannende Orte zu besuchen und es lässt sich eine Menge erleben. Wer weitere Informationen benötigt, der findet unter www.lausanne.ch/de/ und www.genferseegebiet.ch viele Tipps und Veranstaltungshinweise rund um Lausanne und das Genferseegebiet.

 

Französischkenntnisse in Lausanne:
Was einem klar sein sollte: Lausanne liegt im französischen Teil der Schweiz. Auch wenn man sich in der Schweiz befindet, darf man nicht erwarten, dass hier überall Englisch oder gar Deutsch gesprochen wird. Die Sprache ist französisch und darauf muss man sich hier einlassen. Wir persönlich haben die Erfahrung gemacht, dass man mit Grundkenntnissen in Französisch oder einem Smartphone als Übersetzungshilfe super zurecht kommt. In den Hotels wird selbstverständlich auch Englisch gesprochen, aber in den Restaurants begegnen einem natürlich französische Speisekarten, hin und wieder mit englischer Übersetzung. Aber diese kleinen Herausforderungen sind es wert gemeistert zu werden, denn Lausanne ist eine unglaublich schöne Stadt, die man einfach kennen lernen muss.

Text & Bilder: Amrei Ines Czeschick

Dieser Artikel ist in Kooperation mit dem Kanton Waadt (Genferseegebiet) und der Agentur PR Solutions by Melanie Schacker entstanden. Vielen Dank für die freundliche Zusammenarbeit.

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